Selbstverständnis

Wir sind dem im Grundgesetz garantierten Grundrecht auf Leben und körperliche Integrität, der UN-Charta der Menschenrechte sowie der in der Ottawa Charta der UNO festgeschriebenen Gesundheitsförderung im Sinne von „Gesundheit für alle“ verpflichtet. Die Grundsätze der UN-Konvention gegen Folter, die Ausführungen im General Comment Nr 3 zu Art 14 der UN-Konvention und die Menschenrechte, wie in der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention – EMRK) ausgeführt, sind unser Leitfaden. Hierfür setzen wir uns als Menschen aus dem Bereich der Medizin, Psychotherapie, Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit ein.

Den Überlebenden schwerer Menschenrechtsverletzungen, die Verfolgung, Folter und Gewalt erlitten haben, Hilfestellung in der Bewältigung ihrer Leiden zu geben, ist unser Ziel. Verletzte, traumatisierte Menschen, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, brauchen einen Raum der menschlichen Einfühlung, der Solidarität, der Sicherheit und der Hilfsbereitschaft, um Krisensituationen zu meistern, einen Umgang mit den Traumafolgeschäden zu finden und ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen zu können.

Die Menschen nach der Flucht haben viele Barrieren zu überwinden, im Bereich der Gesundheitsversorgung, im Sozialen und im aufenthaltsrechtlichen Verfahren. Unser ganzheitliches Konzept dient der Wiederherstellung und Sicherstellung der Würde des Überlebenden.

Die Beratungs- und Therapiegespräche finden in vertrauensvoller Atmosphäre, immer unter Einhaltung der Schweigepflicht statt. Auf Transparenz und umfassende, verständliche Information wird geachtet.

Das Angebot des Beratungszentrums FATRA richtet sich an Flüchtlinge, die gefoltert wurden, traumatisiert sind und/oder sich in einer psychischen Krise befinden. Wir stellen psychosoziale Beratung, psychologische Diagnostik und psychotherapeutische Krisen- und Kurzinterventionen zur Verfügung. Wir unterstützen Hilfesuchende durch passende Vermittlung in für sie schwer zugängliche Bereiche. Dazu wurde das Behandlungsnetzwerk gegründet. .

Um all das zu gewährleisten, werden Fortbildungen und Schulungen von uns initiiert und durchgeführt.

Solidarische Netzwerkarbeit ist uns wichtig.

Wir arbeiten überparteilich, kultursensibel, die Rechte der Flüchtlinge wertschätzend und Diskriminierung vermeidend. Unsere Angebote stehen allen unabhängig von Konfession und Herkunft offen.