Informationen zur Kostenübernahme

Die Kostenübernahmeregelung für medizinische und psychotherapeutische Hilfen für Geflüchtete ist vom Aufenthaltsstatus, der Dauer des Aufenthaltes, dem Aufenthaltsort und einem möglicherweise bestehenden Beschäftigungsverhältnis abhängig.

Im Wesentlichen gilt für Menschen mit Aufenthaltsgestattung in den ersten 15 Monaten das Asylbewerberleistungsgesetz , bei Psychotherapie-Indikation § 6 AsylbLG. Durch die Vorgaben der EU-Aufnahmerichtlinie 2013/337EU sind die Sozialämter im Prinzip angehalten bei schutzbedürftigen Menschen mit psychischen Störungen eine beantragte Psychotherapie zu bewilligen. Die Dolmetscherkosten können analog der Übernahme der Psychotherapiekosten nach § 6 AsylbLG auf Antrag übernommen werden.

Nach 15 Monaten besteht ein Anspruch auf derartige Leistungen entsprechend SGB XII

(Abrechnung über die Gesundheitskarte). Die Dolmetscherkosten könnten vom Sozialamt gem. § 27a Abs.4 SGB XII oder gem. § 73 SGB XII auf Antrag übernommen werden.

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete erhalten gesundheitliche Leistungen analog der GKV-Leistungen. Im Rahmen der Krankenhilfe nach § 40 SGB VIII können die Dolmetscherkosten auf Antrag übernommen werden.

Das Genehmigungsverfahren ist oft zäh, häufig mit negativem Ergebnis. Wir beraten Sie gerne, wenden Sie sich per email an gisela.volck@fatra-ev.de